Der gestrige Fußball-Nachmittag stellte für alle Teilnehmer ein einmaliges und wunderbares Erlebnis dar. Wie gewohnt unter der Federführung des LTV bzw. seines Behindertensportkurses fand von 16.30 - 18.00 Uhr das zweite Duell der Werke Freisenberg gegen Wefelshohl statt. Beide Standorte gehören zu den Märkischen Werkstätten, einer anerkannten Einrichtung der beruflichen Rehabilitation im Ev. Johanneswerk. Im letzten Oktober fand das seinerzeit auch von der Presse sehr beachtete erste Spiel im Sportpark Kalve statt. Damals behielt das Hauptwerk am Freisenberg in einem robusten und torreichen Hallenspiel mit 20:18 die Oberhand. Auch diesmal hatten sich beide Teams viel vorgenommen, fand das Spiel (7 gegen 7, zweimal 35 Minuten) doch als zusätzliche Motivation auf dem Hauptrasenplatz des Nattenberg Stadions statt. Vor gut 20 Zuschauern legten beide Mannschaften zu Beginn ein enormes Tempo hin. Favorisiert gingen die Freisenberger an den Start, spielen dort doch wesentlich mehr Westfalenmeister des Johannes-Busch Hauses. Da das ohnehin größere Werk zudem noch im Rahmen einer Fußball AG trainiert, kompensierten die Wefelshohler dieses mit dem Einsatz ihres Zivildienstleistenden. Sascha Völker, rechter Verteidiger des B-Ligisten SC Lüdenscheid, stabilisierte gerade am Anfang die Abwehr des rührigen Werkes "W48". Schiedsrichter und Organisator Marc Brenzel hatte an diesem frühlingshaften Tag wenig Mühe mit der Spielleitung, denn beide Teams verhielten sich äußerst fair. In der ersten Halbzeit ging der stark auftrumpfende Wefelshohl überraschend deutlich in Führung. Sämtliche Tore zum 3:0 Halbzeitstand erzielte Mike Limberg (Hattrick). In der zweiten Halbzeit wurde ein harter Dango-Schuss unhaltbar für den Torwart zum 4:0 abgefälscht. Schließlich erhöhte Thomas Tator nach einem schönen Pass von Melanie Venus gar zum 5:0, ehe der laufstarke Stefan Dietrich nach einem sehenswerten Konter den Ehrentreffer für die Freisenberger schoss. Erschöpft verließen die 21 rotierend eingesetzten Spieler um 18 Uhr den Rasen. Die Wefelshohler zeigten sich selbst überwältigt von ihrer hervorragenden Mannschaftsleistung. Auch Freisenberg-Trainer Mathias Weindorf lobte die Gewinner nach Spielende: "Selbst ohne euren Zivi ward ihr in der zweiten Hälfte noch leicht überlegen". Die Freisenberger fiebern nun bereits einem dritten "Entscheidungsspiel" entgegen. Zuvor steht allerdings ab Mai der Bundeswettbewerb Fußball für Werkstätten mit behinderten Menschen auf dem Programm. Hier dürften insbesondere die besten Spieler beider Werke vereint in einem Team eine gute Rolle spielen. Dank gebührt der Stadt Lüdenscheid in Person von Sportabteilungsleiter Dierk Gelhausen, der dieses Spiel am Nattenberg möglich machte sowie der engagierten Platzwartin Frau Gerlach für ihren freundlichen Empfang. Siehe auch unten: Bilder von der außergewöhnlichen und freudvollen Aktion (Klick vergrößert)!